ANGEWANDTE
und INGENIEUR-GEOLOGIE
Den
sich ändernden klimatischen Verhältnissen ist
mit neuen Handlungsstrategien zur Sicherung der Qualität
und Quantität unseres Lebensumfeldes zu begegnen.
Auswirkungen
auf den Baugrund und den Küstenschutz sind bereits
zu verzeichnen. Vornehmlich sind die Auswirkungen durch
Klimaveränderungen an den zunehmenden Hangrutschungen
in den Bergen und die Notwendigkeit der Erhöhung und
Verstärkung der Küstenbefestigung erkennbar. Starkregen-Ereignisse
führen zu Schlammlawinen, die - wenn
ungehindert - Siedlungen und infrastrukturelle Einrichtungen
behindern und beschädigen können.

Bewertungen
der Tragfähigkeit des Untergrundes sollten
auch bei kleineren Bauwerken vorgenommen werden, um den
Standort eines geplanten Bauwerkes hinsichtlich Gründung
und Abdichtung gegen Wassereinwirkung frühzeitig
einschätzen und späteren unangenehmen und kostenträchtigen
Überraschungen vorbeugen zu können. Aber auch
bei späteren Setzungsschäden
können wir Ihnen vielfach noch helfen.
Bei
Maßnahmen zur Sanierung von Untergrundverunreinigungen
muß ebenso mit einer Beeinflussung der Lagerungsverhältnisse
des Untergrundes gerechnet werden, die es vorsorglich einzuschätzen
und abzugrenzen gilt.

In
den Bereich der Ingenieur-Geologie fällt auch die Erkundung
und der Aufschluß natürlicher Erdwärmedepots
(Geothermie). Diese Energiequelle könnte bei
effizienter Nutzung eine ernstzunehmende, umweltschonende
Alternative zu den bisher bekannten Energien werden.
Aber
auch Potentialunterschiede in den Wärmegradienten der
Außenluft gegenüber dem des Untergrundes lassen
sich bereits zur Beheizung von Gebäuden nutzen. Für
die Errichtung von Wärmepumpen bedarf
es der Beschreibung des geologischen Untergrundes zur zutreffenden
Einschätzung einer Machbarkeit.